Ist ein Mensch von einer antisozialen bzw. dissozialen Persönlichkeitsstörung betroffen, verletzt er regelmäßig die Rechte anderer. Sie zeigen vorrangig gesetzeswidriges Verhalten, lügen und betrügen und drehen das Verhalten so, dass sie einen eigenen Vorteil daraus ziehen. Andere Kennzeichen sind eine hohe Impulsivität und ein aggressives Verhalten. Zudem neigen sie dazu, ihre eigene Sicherheit zu vernachlässigen. Sein impulsives Verhalten bedroht seine Sicherheit. Zudem können sie schlecht vorausplanen und sind häufig reizbar. Weitere Indizien dieser Erkrankung liegen darin, dass die Personen eine fehlende Reue gegenüber Fehlverhalten besitzen. Sie verhalten sich eher gleichgültig und versuchen, die Erkrankung mit Rationalität zu begründen. Treten drei der genannten Faktoren vor dem 15. Lebensjahr auf, kann daran die Diagnose festgemacht werden.
Klinische Ressource
Was ist eine Antisoziale Persönlichkeitsstörung
Die antisoziale Persönlichkeitsstörung – die parallel auch dissoziale Persönlichkeitsstörung genannt wird – ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Erkrankter kontinuierlich soziale Normen missachtet und seine eigenen Ziele ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen will. Patienten, die im Erwachsenenalter eine antisoziale Persönlichkeitsstörung ausbilden, zeigen bereits in jungen Jahren die ersten Anzeichen und Symptome. Typisch für ihr Verhalten ist ein auffälliges Verhalten, da die Betroffenen die Schule schwänzen, Regeln missachten, zudem lügen sie oder zerstören mutwillig Dinge.

Kurzübersicht
- Die antisoziale beziehungsweise dissoziale Persönlichkeitsstörung ist durch anhaltende Missachtung sozialer Normen und der Rechte anderer gekennzeichnet.
- Mögliche Merkmale sind Impulsivität, Aggressivität, Täuschung, Verantwortungslosigkeit, riskantes Verhalten und fehlende Reue; erste Auffälligkeiten zeigen sich häufig früh.
- Als Behandlung steht Psychotherapie im Vordergrund, insbesondere kognitive Verhaltenstherapie; dabei sollen soziale Kompetenzen gestärkt und problematische Verhaltensmuster verändert werden.
Klinischer Kontext
Klare Informationen werden im Kontext komplexer und gleichzeitig auftretender Beschwerdebilder vermittelt.
Individuelle Faktoren
Diagnostik bleibt unverzichtbar, da Bedürfnisse und Risiken von Person zu Person verschieden sind.
Nächste Schritte
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